Ortsteilbürgermeister Tannroda

Herr Günter Schmieder

Schulstraße 5

Tannroda

99438 Bad Berka


Mitglieder Ortsteilrat Tannroda

Christine GessertBad Berka OT Kottendorf
Günter SchadeBad Berka OT Tannroda
Ingolf SchillerBad Berka OT Tannroda
Manuela Haueisen-MeißnerBad Berka OT Tannroda
Christian StarkBad Berka OT Tannroda
Sebastian SchneiderBad Berka OT Tannroda
Hans-Christoph SchillingBad Berka OT Tannroda
Holger DietzBad Berka OT Tannroda

Geschichte

Tannroda
Tannroda

Tannroda wurde 1115 als Rode in einer Urkunde des Abtes Burchard von St. Peter in Erfurt im Zusammenhang mit der Mönchsniederlassung München bei Berka genannt. Der Ort erschien später als Tannenrode, was sich von Rodung herleitet. Die Herren von Rode (Tannroda) bauten ihre Stammburg zu einer derart widerstandsfähigen Festung aus, dass es der mächtigen Handelsstadt Erfurt 1365 trotz zweimaliger Belagerung nicht gelang, sie einzunehmen. 1403 findet sich die erste Erwähnung als Stadt. 15 Jahre später fielen Burg und Stadt an das berüchtigte Geschlecht derer von Vitzthum, unter denen die Bürger schwere Zeiten erlebten. Apel Vitzthum der Ältere ging unter dem Namen "Thüringer Brandmeister" und sein Sohn, Apel Vitzthum der Jüngere, als "Raubritter" in die Geschichte ein. Ihm ist auch die Zerstörung der Burg durch die Erfurter in Verbindung mit Herzog Wilhelm von Sachsen-Weimar im Jahre 1465 anzulasten. Nur der mächtige Bergfried und verschiedene Mauerreste künden noch von der einst stolzen Festung.
Der sanierte Turm bietet heute einen herrlichen Rundblick in die Umgebung und in die liebevoll restaurierten historischen Gassen, Straßen und Plätze Tannrodas. Auch die im 16. und 17. Jahrhundert entstandenen Schlossbauten erstrahlen zum Teil in neuem Glanz. Ehemalige Stall- und Wirtschaftsgebäude beherbergen seit 1998 das "Thüringer Korbmachermuseum", das auf anschauliche Weise die Tradition des Korbmacherhandwerks vermittelt. Die Korbflechterei war bis Ende des 20. Jahrhunderts ein wesentlicher Erwerbszweig in Tannroda. Außerdem befinden sich in diesem Museum eine Ausstellung zur Stadt- und Schlossgeschichte sowie jährlich neue thematische Sonderschauen.


Korbmachermeister Stampf bei der Arbeit im Tannrodaer Korbmachermuseum
Korbmachermeister Stampf bei der Arbeit im Tannrodaer Korbmachermuseum

Thüringer Korbmachermuseum Tannroda

Lindenberg 9 (Schloss)
99438 Bad Berka OT Tannroda

Öffnungszeiten:
Sonnabend und Sonntag: 13 bis 16 Uhr
(Winterpause: November - März)

Besichtigung außerhalb der
Öffnungszeiten nach Vereinbarung:
Tel.: 036450 30683 oder 30744

 

 

Email: korbmachermuseum@gmail.com

Website: http://www.thüringer-korbmachermuseum.de/verein/

 

Sonnabends kann man einem Korbmachermeister bei der Arbeit zusehen. Auch Turmbesteigung und Kirchenbesichtigung sind möglich.

Aufgebaut und gestaltet wurde das Thüringer Korbmachermuseum vom Heimatverein Tannroda e. V.

 

Neue Attraktion im Thüringer Korbmachermuseum Tannroda

Der Riesentragkorb von Kranichfeld mit seiner Geschichte

 

Das Thüringer Korbmachermuseum Tannroda wartet in dieser Saison mit einer neuen Attraktion auf: Anlässlich der  Museumsnacht am 21.Mai 2011 präsentierte der Heimatverein in seinem Museum erstmals den von Korbmachermeister Matthias Grau aus Rittersdorf nachgebauten Riesentragkorb. Bis Ende Oktober 2011 ist diese einmalige Handwerksarbeit nun jeweils an den Wochenenden von 13 bis 16 Uhr zu sehen.

Der Originalkorb entstand aus einer Wette im Jahr 1934 und wurde  von den Kranichfelder Korbmachermeistern Ernst Hoyer und Richard Kaufmann hergestellt. Er hatte folgende Maße: 1,85m hoch, 0,90m im Quadrat am Boden und 1,80 m im Quadrat oben.

Nach dem 2. Weltkrieg zerlegte man den Korb aus Mangel an Weiden und stellte aus ihnen verschiedene Gebrauchsgegenstände her.  Das 300jährige Stadtjubiläum von Kranichfeld 1951 war Anlass für die Kranichfelder Korbmachermeister Otto Schreck und Fritz Pfeifer, den großen Korb - dieses Mal aus einem Stück maß- und formgerecht, wie ein Thüringer Tragkorb auszusehen hat - neu anzufertigen.

In den 1990er Jahren kam dieser Korb leider abhanden und ist nicht mehr auffindbar. So hatte der Rittersdorfer Korbmachermeister Matthias Grau 1999 die Idee, den Riesentragkorb originalgetreu von 1934 zerlegbar nachzubauen. Er stellt ihn nun freundlicherweise als Leihgabe dem "Thüringer Korbmachermuseum Tannroda" zur Verfügung. Die dazugehörige Geschichte können die Besucher im Museum erfahren - jeden Sonnabend und Sonntag von 13 - 16 Uhr. (Text: Rosita Schwager)

 

 

Ein weiteres Paradestück des Museums ist ein Korbstuhl, den Korbmachermeister Matthias Grau aus Rittersdorf  nach einem  Entwurf von Henry van de Velde angefertigte. Dieses Ausstellungsstück ist Teil einer Sonderausstellung aus Anlass des 90jährigen Bauhausjubiläums.

Van de Velde (Begründer und Leiter der Weimarer Kunstgewerbeschule  bis 1915) unterhielt enge Kontakte zu den Korbmachern in Tannroda, die zunächst vor allem Körbe produzierten. Um ihre Lebenssituation zu verbessern, schlug er die Anfertigung von Korbmöbeln vor und lieferte den Tannrodaern auch gleich die passenden Entwürfe, die im Korbmachermuseum ausgestellt sind. 

 

mehr zum Schlossgelände Tannroda in folgendem Exposé:

 

Filmbeiträge von Bad Berka - TV über Tannroda

 

 

 


Kreisheimatpreis 2008 für Rosita Schwager aus Tannroda

Den 12. Heimattag des Kreises Weimarer Land am 7. Mai 2008 in Großschwabhausen nahmen Thüringens Landtagspräsidentin Frau Prof. Dr. Dagmar Schipanski,  Kreisheimatpfleger Karl Moszner sowie Landrat Hans-Helmut Münchberg zum Anlass, um neben anderen verdienstvollen Heimatpflegern Frau Rosita Schwager aus Tannroda für ihr großes ehrenamtliches Engagement zu ehren. Auch Bad Berkas Bürgermeister Thomas Liebetrau dankte Rosita Schwager für ihren unermüdlichen und langjährigen Einsatz zur Rettung und Bewahrung zahlreicher Schätze aus der Tannrodaer Orts- und Heimatgeschichte.

Frau Schwager hat einen ebenso großen Anteil an der Gründung und Entwicklung des Heimatvereins Tannroda wie an der Eröffnung und dem ständigen Ausbau des Thüringer Korbmachermuseums in Tannroda. Bis zum März 2008 leitete sie über 12 Jahre den  Tannrodaer Heimatverein und wusste in dieser Eigenschaft viele Mitstreiter für die Fragen der Heimatpflege zu begeistern. Dabei gelang es ihr, zahlreiche Zeugen der Tannrodaer Ortsgeschichte vor dem Verfall und Vergessen zu retten. Neben den bereits genannten initiierte sie Projekte wie das Flurnamensregister, Flurzüge, Ortschronik, Häuserchronik, Gedenktafel für die Gefallenen des 2. Weltkrieges, Heimatfeste u.a. und setzt sich unermüdlich für deren Realisierung ein. Ihr jüngstes Vorhaben war die Wiederinstandsetzung der Statue am Schloss Tannroda, die am 16. Mai 2009, 18 Uhr, feierlich übergeben wird.