Goethehaus

Goethehaus, in diesem Haus verweilte Goethe wenn er in Bad Berka war

Etwas zurückgesetzt zwischen Rathaus und Kirche findet der aufmerksame Besucher das Bad Berkaer Goethehaus. Mehr als zweihundert Jahre war dieses Gebäude die Mädchenschule Berkas sowie die Wohnung des jeweiligen Lehrers, der gleichzeitig das Organistenamt in der Kirche bekleidete. Von 1799 bis 1829 lebte und wirkte in ihm Heinrich Friedrich Schütz - ein fleißiger und vielseitiger Mann.  Er war nicht nur Mädchenschullehrer und Organist, sondern führte im Rathaus jahrelang die Gemeinderechnung und machte sich vor allem um den Aufbau und die Führung der 1813 gegründeten Schwefelbadeanstalt verdient. Zwischen 1812 und 1828 weilte Johann Wolfgang von Goethe gern und oft bei Schütz im Schulhaus, besprach mit ihm die Entwicklung des Kurbades betreffende und viele andere Fragen und ließ sich von dem ausgezeichneten Klavierspiel Schützens zu Dichtungen anregen. Im November/Dezember 1818 wohnte Goethe für 3 Wochen bei Schütz in Berka, um im Auftrag von Erbgroßherzogin Maria Pawlowna einen Maskenzug zu dichten. Heute erinnern zwei Tafeln an das Wirken der beiden Männer. Das Gebäude selbst ist inzwischen ein privates Wohnhaus.