Weimarer Land

Jedes Gewaltsame, Sprunghafte ist mir in der Seele zuwider, denn es ist nicht naturgemäß“, Johann Wolfgang von Goethe, Buch, 17. Febr. 1772

Ob Golfen oder Müßiggang in ländlichen Wellness-Oasen, ob Erfrischung auf dem Kneipprundweg oder im Wandelgang des Gradierwerks „Louise“ – Ganz im Sinne des großen Dichters wird Entspannung im Weimarer Land großgeschrieben. Rund um die Städtchen Apolda, Bad Berka, Bad Sulza, Blankenhain, Kranichfeld und Weimar bieten sich viele Möglichkeiten die Seele richtig baumeln zu lassen. 

Und wer doch Tatendrang verspürt, findet in 600 Kilometer Fahrerlebnis, vorbei an sanften Hügeln, historische Mühlen, Burgen und Schlössern und vielzählige Quellen das Eldorado für Radfahrer. Die gut gekennzeichneten Wege verbinden die Ilm-Saale-Platte und das Thüringer Becken und sind an drei Landschaftsschutzgebieten gelegen.

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Weiter Horizont, harmonisch geschwungene Landschaftsbogen und das Gefühl des Angekommen-Seins – mit dem Kopf über den Wolken, das Unsichtbare zum Greifen nahe und mit den Füßen ganz fest auf dem Boden – willkommen im Weimarer Land! Sehnsucht nach Freiheit, Lebensgeist und Erdung erfüllt sich hier durch faszinierende Weitblicke, inspirierende Ensembles und magische Kraftplätze. Es sind die Begegnungen mit den Menschen und ihren Geschichten, mit der Natur und dem Lauf ihrer Dinge und mit dem Raum für sich selbst und seinen Möglichkeiten, die die Augenblicke hier zu wertvollen Momentaufnahmen machen. Diese sind für jeden anders bedeutsam und anziehend: Ob zur tiefgreifenden Regeneration und bewussten Findung, als aktives Gemeinschaftserlebnis und kreativer Hot Spot oder sogar als achtsamer Arbeits- und Lebensmittelpunkt im Gegenentwurf zur überkomplexen Urbanität – das Weimarer Land ist in jedem Fall der optimale Ort dafür.

  • Mein Fenster in die Zukunft

    Nur wer die Herkunft kennt, kann das Gestern mit dem Morgen verbinden. Im Weimarer Land lassen sich unsere Ursprünge entdecken, die Gegenwart verstehen und – wenn man ganz achtsam und bewusst dabei ist – neue Potenziale entdecken, entfalten und Zukunft gestalten. So zum Beispiel im Paulinenpark in Apolda, wo sich Historie, Avantgarde und Moderne tagtäglich kreuzen.

  • Mein Saal zum Gedankentanzen

    Entdecken Sie bei dieser Reise Genialität und Geisteskraft wie nirgendwo sonst in Deutschland. Ob Goethe, Bach oder Feininger – viele deutsche Geistesgrößen fanden ihre Inspiration genau hier. Tauchen Sie ein in diese Atmosphäre der Weite und lassen auch Sie Ihre Gedanken frei, lassen Sie sie tanzen und sich entwickeln – wie hier nahe des Rundlings- und Färbedorfes Neckeroda. Das Ergebnis? In jedem Fall ein Meisterwerk Ihrer selbst!

  • Mein Pool zum Austoben

    Wer die Dinge mit den eigenen Händen anfasst, fühlt und einfach macht, der ist in der Lage, sich selbst zu spüren – eine der wichtigsten Voraussetzungen zum Glücklichsein. Das Weimarer Land bietet dafür die beste Gelegenheit und eine Vielfalt an Möglichkeiten, sich selbst auszuprobieren: vom Schneidern, Basteln und Töpfern übers Kochen, Malen und Schnitzen bis hin zum Singen, Tanzen und E-Gitarre Schmettern – kreatives Austoben ausdrücklich erwünscht!

Das Weimarer Land ist voller Lebendigkeit, Buntheit und sich entfaltendem Geschmack. Zahlreiche regionale Erzeuger bieten mit ihren auf „alt-moderne“ Art und größtenteils noch händisch gefertigten Produkten Genuss-Entertainment pur. Ein sinnliches Spiel aus naturbelassenen Düften und Aromen, vermischt mit heiterer Landlust und herzhafter Geselligkeit, das ist es, was das Weimarer Land zur einzigartig charaktervollen Genusslandschaft macht. Weit über die Region hinaus bekannte Feste, Märkte und Veranstaltungen ziehen daher Jahr für Jahr Tausende Besucher und Gäste an. Ob beim Thüringer Weinfest in Bad Sulza, beim Thüringer Käsemarkt im Freilichtmuseum Hohenfelden, beim traditionellen Obstmarkt im Rundlingsdorf Tiefengruben oder beim Besuch der vielen Direktvermarkter und Hofl äden vor Ort – hier wird jede Entdeckungstour zur wahren GenussZeit. Manchmal auch für immer.

  • Pur, echt, von hier

    Käse- & Milchprodukte / Thüringer Käsemarkt
    Obst & Gemüse / Barbara Hupel
    Seltene Apfel- und Birnensorten / Obstmarkt
    Honig / Schlossimkerei
    Wildgut-Wildladen / Am historischen Forsthaus
    Liköre, Konfitüren, Obstbrände & -weine / Mosterei
    Saale-Unstrut Weine / Weingut Zahn
    Saale-Unstrut Weine / Weingut Clauß
    Hausgebackene Urbrote / Hofladen Nr. 5
    Hofladen & Fischerei / Stedtener Mühle
  • Von Rudolf Steiner inspiriert und durch die Leidenschaft zum Wein beflügelt

    „Ich bin im Weimarer Land geboren, da kommt das Interesse an ganzheitlicher Lebens- und Naturauffassung à la Goethe nicht von ungefähr. Aber erst meine Leidenschaft für Wein und meine Begeisterung für Rudolf Steiner, Goetheforscher und Begründer der anthroposophischen Sinneslehre, haben mich auf die Idee gebracht, im Ilmtal Wein anzubauen. Ich gehe dafür ganz bewusst den Weg des biodynamischen und ökologischen Anbaus. Die Bedingungen hier vor Ort sind perfekt, um das Konventionelle und Gewohnte auf den Kopf zu stellen und etwas ganz Neues für die Zukunft zu schaffen.“

    Sven Steinkraus, Unternehmer aus Kranichfeld, will ein neues Weinanbaugebiet an der Ilm erschließen

    Herr Steinkraus, wie kommt man auf die Idee, in den Weinanbau einzusteigen?
    Diese Idee kam aus der Landschaft selbst und war nicht mehr aus dem Kopf zu bekommen. Gespräche mit einem befreundeten Winzer in Weimar-Schöndorf und der Kontakt zu Ecovin (Bundesverband Ökologischer Weinbau e. V.; Anm. d. Red.) haben mich darin bestärkt.

    Haben Sie Kenntnisse davon, ob es früher schon einmal Bemühungen gab, im Ilmtal Wein anzubauen?
    In Kranichfeld direkt gab es meines Wissens bisher keinen Weinanbau. Allerdings soll es in Hohenfelden Weinanbau gegeben haben. So nennt sich das Gebiet heute noch „In den Weinbergen“. Das war vor der Reblaus-Katastrophe 1867 bis 1915. Bis dahin gab es allein vor Erfurt 2.000 ha Rotwein. In Hohenfelden werde ich 2020 mit etwas Glück wieder 17.000 qm aufreben. Hier in Kranichfeld mache ich so etwas wie Pionierarbeit. Ich arbeite eng mit Züchtern neuer Sorten zusammen, teste verschiedene Unterlagen (amerikanische Wurzeln, auf die die deutsche Rebe veredelt wird; Anm. d. Red.) melde ständig Wachstum, klimatische Bedingungen und Bodenbeschaffenheit. Die Pflanzen, die bisher nur eine Nummer haben, werden dann, wenn sie auch woanders angebaut werden, einen klangvollen Namen bekommen.

    Gibt es Unterschiede zum bekannten Thüringer Weinanbau an Saale und Unstrut?
    Der größte Unterschied ist natürlich der Anbau in Bio-Qualität, da bin ich der Erste in Thüringen. Es wird ausschließlich manuell gelesen. Die angebauten Sorten sind auch andere. Ich baue Helios an (Müller Thurgau als pilzwiderstandsfähige Rebsorte; Anm. d. Red.), Souvignier gris und die Rebsorte, die vorerst nur eine Nummer hat. Dazu kommt der Rotwein Cabernet Jura. In Hohenfelden möchte ich auf einer kleinen Fläche 2020 Schwarzriesling aufreben, eine alte Sorte, die früher in Thüringen weit verbreitet war.

    Wie weit sind Sie mit Ihrem Projekt? Wann wird es den ersten Wein aus dem Ilmtal geben können?
    2018 wird eine Testmenge im Weingut Weimar gekeltert. Eigentlich ist im zweiten Jahr eine verwertbare Ernte fast unmöglich, die gibt es erst nach drei Jahren. Aber es hat sich alles so gut entwickelt, dass wir im dritten Jahr schon Ertrag haben werden. Ist der Boden gesund, ist die Pfl anze gesund. Hier auf dem Gelände hat es über Jahre keine herkömmliche Landwirtschaft gegeben und die Bodenwerte sind sehr gut. In den ersten vier Jahren rechne ich mit keinem fi nanziellen Ertrag, weil das Ergebnis für Marketing geopfert wird, und natürlich für die Entwicklung der eigenen Kennerschaft (lacht).

    Biodynamischer Weinanbau – der erste Biowein aus Thüringen – woher nehmen Sie den Mut, gleich mit einem so hohen Anspruch zu starten?
    50 Jahre keine Landwirtschaft im klassischen Sinn – naturreiner Boden, sofort biotauglich, das hat mit Mut nichts zu tun, es war einfach logisch. Ich würde meinem eigenen Lebensstil ja widersprechen, wenn ich hier einen konventionellen Anbau betreiben würde. Die vielen Gedanken pflanzen sich einfach immer weiter fort und eine Erkenntnis kommt zur anderen. Sei es Pflanzenschutz mit basischem Wasser, welches bei der Herstellung von Pflanzenkohle entsteht, die wir dann zur Auflockerung des Kalksandsteinbodens brauchen. Oder sei es der Kontakt zu einem Biobauern, dessen Mist mit der Kohle die Düngung der Reben bildet. Oder die Verwendung von ummanteltem Bindedraht und Pfählen aus Cortenstahl (Stahl mit Edelrost; Anm. d. Red.), um das übliche Zink, welches zu den Schwermetallen zählt, nicht in den Boden zu bekommen. Da hilft mir die Beratung von Ecovin sehr, die auch schon beim Anlegen der Terrassen mit Rat dabei waren.

    Gibt es neben dem Weinberg auch Ideen für eine gastronomische Bereicherung in Kranichfeld?
    Ja, natürlich! Zum Plan gehört ein Weinguthaus mit einer Straußwirtschaft. Das Haus wird innen einen Blick auf den Weinkeller und das Gestein des Berges bieten, in den es hineingebaut wird. Auf der Terrasse bietet sich das Panorama Kranichfelds mit Blick auf das OberSchloss. Eine Besonderheit ist das Schlafen in Weinfässern, während das E-Bike mit Solarstrom aufl aden wird. Da bietet sich der Ilmtal-Radweg geradezu an. Die Ideen gehen mir einfach nicht aus.

    Herr Steinkraus, sind Sie ein Visionär?
    Nein, dafür ist Wein eine viel zu bodenständige Sache.

    Vielen Dank für Ihren Einblick!

Was ein unförmiger Apfel mit Fisch aus der Dose zu tun hat oder: Haute Cuisine trifft sich im Weimarer Land.

Dörfliche Beschaulichkeit und internationale Top-Gastronomie, das funktioniert im Weimarer Land in beeindruckender Symbiose: Progressiv, weltoffen und modern präsentieren sich hier – ganz unvermutet – die jährlichen Culinary Open, eine besondere Walking Dinner Veranstaltung des Spa & GolfResort Weimarer Land an über 30 Live-Cooking-Stationen. Für die ländliche Freiheit am Einfach-Ausprobieren, die Wiederentdeckung reinen, (nat-)urgewachsenen Genusses und die ungehemmte Lust am kulinarischen Komponieren und Neuinterpretieren kommen Sterneköche und Premiumweingüter aus ganz Europa extra hierher.

Die Créateurs der Weimarer Land Mahlzeit

Auf den Speisekarten der ländlichen Spitzenrestaurants im Weimarer Land fi nden die Gäste regionale Speiseangebote gepaart mit einer kulinarischen Geschichte. Weimarer Land Mahlzeiten werden je nach Saison variabel gekocht und immer wieder neu kreiert. So sind sie im Frühling jugendlich und grün, im Sommer erfrischend und belebend, im Herbst wohlig und fruchtig, im Winter sind sie schneeliebend vegetarisch oder sie kredenzen gutes Wildbret vom Förster nebenan. Die Ideen gehen da nicht aus – immer jedoch steht ein regional typisches Produkt im Mittelpunkt jeder Speise. Eine spezielle Speisekarte der Weimarer Land Mahlzeit bietet Orientierung und stellt ausgesuchte Restaurants zum Einkehren, Wohlfühlen und Genießen vor.

  • Felix Thomas
    Rehkeule mit Aronia-Beeren in Rosmarin-Jus
    Venerius Restaurant und Lounge, Eckolstädt
    „Das Restaurant liegt schon etwas ab vom Schuss, doch ein Besuch lohnt sich: Auf dem ehemaligen Kasernengelände erwarten Sie engagierte junge Gastgeber, modern-trendige Atmosphäre und international-saisonale Küche, und die macht z. B. als ‚Filet von der Gelbschwanzmakrele mit RauchSteckrüben-Gemüse‘ Appetit. - die MICHELIN-Tester“
  • Christian Driemel & Marcel Fischer
    Gebeizter Bachsaibling an Buchweizen, Birne und Blutwurst
    Zum Güldenen Zopf, Blankenhain
    „Als echte Thüringer ist es uns eine Herzensangelegenheit, dass die alten Rezepte nicht in Vergessenheit geraten. Unser Fokus liegt auf der Natürlichkeit der Zutaten und auf der regionalen Herkunft. Die Kombination aus moderner, internationaler Spitzenküche und für unsere Heimat typischen, klassischen Koch- und Serviermethoden macht den Reiz unserer Weimarer Land Mahlzeiten aus.“
  • Thomas Matthias-Grimm
    Feiner Tafelspitz mit Thüringer Wurzelgemüse und Heichelheimer Meerrettichklößen
    Altes Brauhaus, Bad Berka
  • Elisabeth Nowak
    Kalbsröllchen mit Pfannengemüse und Rosmarinkartoffeln
    Die Mühle, Eberstedt
  • Michael Stark
    Zwiebelkuchen mit Speck
    Die Kochschule, Holzdorf
  • Jessica Greulich-Lindner
    Wildkräutersuppe
    Zur Klostergrotte, Nohra
  • Inis Hauk Doblenz
    Schokoladentörtchen an glasierten Apfel-/Birnenspalten mit Schmandsahne und Aroniagelee
    Rosines Backwerkstatt, Weimar
  • Dirk Heidemann
    Kartoffelroulade mit Wildschinken-Carpaccio an Aroniabeeren-Sahne
    Schlossrestaurant, Apolda
  • Frank Reinhardt
    Süßes Apfel-Birnen-Süppchen
    Restaurant Reinhardt’s, Schloss Auerstedt
  • Michael Nagel
    Buchweizen-Taler vom Entertainer
    Das Gasthaus Nagel, Bad Berka
  • Tim Habermann
    Rehgulasch mit Aroniabeeren-Gelee an Bärlauchklößen, Selleriepüree und Chutney
    Restaurant Schloss, Ettersburg