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Die Stadtverwaltung Bad Berka in Zeiten der Energiekrise

Bereits in aller Munde sind die angekündigten Verordnungen zur Einsparung von Energie im öffentlichen, aber auch privaten Bereichen.

Die Stadtverwaltung Bad Berka hat bereits Anfang August, unter Leitung des Bürgermeisters Herrn Jahn, eine Arbeitsgruppe gebildet, welche sich mit den Möglichkeiten der Energieeinsparung im öffentlichen Bereich beschäftigt hat und nun mittlerweile, konkrete Lösungen erarbeitet.

Bereits im Jahr 2011 wurde ein Maßnahmenplan im Bereich der Energieeinsparung durch teilweise Nachtabschaltungen der Straßenbeleuchtung erarbeitet und beschlossen. Dieser wurde jedoch leider nie vollständig umgesetzt, oder durch Neubau und Austausch verschiedener Straßenbeleuchtungen nicht weiterverfolgt.

Dies soll nun, als erster Schritt, durch die AG der Stadtverwaltung und dem örtlichen Partner in Sachen elektrische Anlagen verwirklicht werden. So wird der Plan aus dem Jahr 2011 im gesamten Stadtgebiet Bad Berka und deren Ortsteile umgesetzt. Gleichzeitig wird durch die Leiter des Bauhofes und des Ordnungswesens unter dem Gesichtspunkt der Energieeinsparung, aber auch dem subjektiven Sicherheitsempfinden der Bürger der Stadt an weiteren Möglichkeiten der Nachtabschaltungen gearbeitet. Es soll bitte nicht falsch verstanden sein. Auch wenn es nach dem Thüringer Straßengesetz keine Verpflichtung zur Straßenbeleuchtung gibt, ist dem Sparen eine Grenze gesetzt. Die Sicherheit der Bürger soll nicht vernachlässigt werden, auch wenn dies bedeutet, dass man gegebenenfalls einen kleinen Umweg in Kauf nehmen muss.

Viele Mitbürger von Bad Berka werden es bereits bemerkt haben, dass das Wahrzeichen der Stadt, der Paulinenturm, nicht mehr wie gewohnt beleuchtet wird. Auch die abendlichen Spaziergänger im Kurpark haben bereits festgestellt, dass das „Parkgeflüster“ nicht mehr zu hören ist. All das sind weitere erste Maßnahmen um der Verantwortung in der Energiekrise gerecht zu werden.

Es gehört ebenso dazu, dass Bürogebäude der Stadtverwaltung, die Bibliothek, das Stadtarchiv und weitere öffentliche Gebäude nur noch mit reduzierter Energie auskommen werden müssen, wie auch das, dass Mitarbeiter der Stadtverwaltung als Vorbild in ihrem eigenen beruflichen und privaten Umfeld mit gutem Beispiel vorangehen sollten.

So wird beim Energiesparen in der Stadtverwaltung Bad Berka ganz auf die Linie der Bundesvorgaben gesetzt und es wurde bereits das Warmwasser fürs Händewaschen in allen Gebäuden abgestellt. Für die nahende Heizsaison wird die Raumtemperatur in den Büros auf maximal 19 Grad Celsius gedrosselt und in den Werkstätten der Hausmeister, Friedhofsmitarbeiter und des Bauhofes könnte es für die Mitarbeiter noch etwas kühler werden.

Die Stadtverwaltung Bad Berka erhofft sich durch diese einfachen Sparmaßnahmen eine Reduzierung der Energieausgaben um mindestens 10 oder 15 Prozent.

Die Arbeitsgruppe arbeitet auch an weiteren Maßnahmenplänen, die, so wir hoffen, nie benötigt werden müssen. Diese Pläne beschäftigen sich mit der Situation der teilweisen oder vollständigen Flächenabschaltung der Energieversorgung und dem Zusammenbruch der Kommunikation durch Energieausfall. Dies soll dazu dienen, bei einem solchen Notfall bereits gut vorbereit zu sein und schnell die sogenannte „Chaosphase“ hinter sich zu lassen und in einem relativ geordneten Maß für die Bürger unserer Stadt da zu sein und sorgen zu können.

Wir fordern Sie, unsere Mitbürger auf, in Ihrem persönlichen Umfeld ebenso verschiedene Möglichkeiten der Einsparung zu prüfen und umzusetzen.

Lassen Sie uns alle gemeinschaftlich diese Krise im solidarische Mit- und Füreinander angehen und bewältigen.